Privatgymnasium St. Leon Rot
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Sonderpreis Jessica Löfflerklein„ROT!“ lautete die Überschrift des diesjährigen Kunstwettbewerbs am Privatgymnasium St. Leon-Rot, denn das diesjährige Motto der Ausstellung sollte kein Motiv oder Material werden, sondern eine Farbe. „Rot ist deshalb besonders spannend, weil sie die erste Farbe ist, die ein Mensch wahrnehmen kann, wenn er auf die Welt kommt. Und obwohl Menschen erblinden, führt die Farbe Rot immer noch zu messbaren Temperaturunterschieden ihres Körpers“, erläuterte Kunstlehrerin Hanna Kaag-Kagermann im Rahmen der Ausstellungseröffnung im Rathaus St. Leon-Rot. Fast jede Symbolik dieser Farbe könne dabei auf zwei Elemente zurückgeführt werden: dem Feuer, das uns Wärme gibt, und dem Leben spendendem Blut, das durch unsere Adern fließt. Als Signal und Symbolfarbe sei sie zudem nicht nur aus dem Straßenverkehr bekannt, sondern auch als ambivalentes Symbol für Liebe und Aggression.

„Außerdem wurde die Farbe Rot in Verbindung mit dem römischen Kriegsgott Mars gesehen, dessen Schutzplanet seine charakteristische rote Farbe durch das erdig, fast blutig wirkende Eisenoxid erhält“, erklärte Kaag-Kagermann und verwies auf die Metaphorik des Krieges und Kampfes. Diese Facetten einer einzigen Farbe hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs eindrucksvoll umgesetzt. Material und Technik der Beiträge waren dabei frei wählbar. „Drei rote Schäfchen grasen auf einer Weide und werfen ihre Schatten auf einen satten, grünen Hügel. Die Komplementärfarben Grün und Rot treffen hier kontrastreich aufeinander. Aus der Wolle des mittleren Schafes windet sich ein roter Faden in den Himmel, der gedanklich weiter gesponnen werden kann. Spannend sind hier die Kombination der zwei verschiedenen Materialien und ihrer haptischen Wirkung“, beschrieb Lehrerin Kaag-Kagermann den 3. Platz. Sechstklässlerin Thekla (6d) erhielt für ihr Werk professionelles Kunstmaterial im Wert von 75 Euro.
prDen 2. Platz belegten gleich zwei junge Künstlerinnen: Lilian (9b) und Olivia (7c) teilten sich für ihre Arbeiten einen Materialgutschein im Wert von 100 Euro. Die Schwestern arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und bevorzugen sinnlich erfahrbare Substanzen wie Wachs, Papier oder Fundstücke aus Holz. Beide verwenden serielle Wiederholungen einzelner Formelemente und ordnen diese in einem Raster an. Einmal kommt dies in einem Objekt mit Eisenrahmen zum Ausdruck, und das andere Mal in einer Materialcollage aus Pappe. Rot wird in beiden Werken als starker Farbakzent eingesetzt.
tt
Den 1. Preis vergab die Fachschaft Kunst für das Bild der „großartigen Diana“ (10b): Morbide und sinnlich zugleich ist das Stillleben mit vertrockneter Apfelhälfte, dem kurz vor dem Zerfall stehenden Granatapfel und der knallroten Paprikaschote, deren Oberfläche glatt und lackartig wirkt. Gekonnt werden Lichtflecken eingesetzt und Texturen mit unterschiedlichen Zeichen- und Malmaterialien, die übereinander geschichtet werden, nachvollzogen. Besonders reizvoll ist dabei die getrocknete Schale des Apfels, der als Symbol an der Paradies erinnern mag oder im klassischen Sinne –an die barocken Stillleben Alter Meister angelehnt– an die Vergänglichkeit des Seins. „Diana hat sehr großes Talent und wir wünschen ihr, dass sie dieses weiterhin nutzt. Dabei möchten wir sie mit einem Materialgutschein im Wert von 150 Euro unterstützen“, so die Kunstfachschaft.

Mit einem Sonderpreis für technische Leistung wurde ein weiteres großformatiges Stillleben belohnt. „Herausstechend ist der sichere Umgang mit der Acrylfarbe beim Einsatz von naturalistischen Lichtreflexionen, die erst mit dem Blick aus der Ferne eine fast schon hyperrealistische Wirkung entfalten“, begründeten die Kunstlehrerinnen ihre Wahl. Jessica (10c) erhielt ein Abonnement für eine Kunstzeitschrift. Klassenpreis 5bk
1. Bürgermeister-Stellvertreterin Anneliese Runde gratulierte den Gewinnern im Namen der Gemeinde St. Leon-Rot und überreichte Gutscheine für den St. Leoner See. Für die Stiftung der Preise dankte die Fachschaft der Schul- und Geschäftsleitung des Privatgymnasium St. Leon-Rot. Ebenso galt der Gemeinde St. Leon-Rot ein Dankeschön für die seit mehreren Jahren bestehende Kooperation.