Privatgymnasium St. Leon Rot
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Musical 90aAm 5. Juli 2018 gehörte die Bühne ganz den jungen Talenten des Löwenrot-Gymnasiums. Musical-Family, Musical-Girls und ganze vier Singklassen präsentierten ein bunt gemischtes Programm mit Highlights aus den Werken des kommerziell erfolgreichsten Musical-Komponisten: Sir Andrew Lloyd Webber. Schon beim Betreten des Schulgebäudes war klar, dass dies ein besonderer Abend würde - die Bühnenbildner hatten, ganz nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit, Teile der Leuchtdeko des vergangenen Jahres wirkungsvoll inszeniert; die zahlreichen Besucher wurden so direkt auf einen fulminanten Abend eingestimmt!
Um 19.00 Uhr öffnete der Vorhang sich endlich zu den Klängen von „Evita“.

Die Musical-Family zeigte ein Medley mit den schönsten Songs der Rock-Oper, sang mehrstimmig, tanzte und brillierte teils auch solistisch - Jill, Nena, Melissa und Lara taten sich gesanglich hervor, Marie und Vivien schwebten anmutig über die Bühne. Aus „The Phantom of the Opera“ folgten dann „Think of me“ (mit einer großartigen Nena im schwarzen Abendkleid) und „Wishing you were somehow here again“ (stimmsichere Musical 16Solistinnen: Alicia und Jasmin). Die individuellen Masken waren von den Bühnenbildnern liebevoll allen Darstellern angepasst worden.

Dann war es schon an der Zeit für den ersten Gastauftritt des Abends. Von Barbara R. Grabowski auf Rollschuhen anmoderiert, betrat Craig Cameron die Bühne; allein das Musical „Starlight Express“ hat der ehemalige Musical-Darsteller 3000 Mal auf die Bühne gebracht, und an diesem Abend gab er den Titelsong zum Besten. Unterstützt wurde er von bezaubernden Musical-Girls, die eine Rollschuh-Choreographie beisteuerten - in LED-Kostümen, die unsere Bühnen- und Kostümtüftler eigens angefertigt hatten!

Zwei Nummern aus dem weniger bekannten „Song and dance“ präsentierten Natascha, die in einem Regen aus Seifenblasen und in einem bezaubernden Tüllrock auf der Bühnenkante saß, sowie Luisa und Lilly, die sich in „Take that look off your face“ um einen Mann stritten. Ruhigere Töne stimmte unser zweiter Gaststar bei; letztes Jahr versprach Helen auf der Bühne, dass sie uns auch im fernen Bayern die Treue halten und als Gast wieder kommen würde. Gesagt, getan. Und so stand sie, mit einer Blume im Haar und von einigen Hippies auf der Bühne umringt und sang gefühlvoll und ausdrucksstark „I don’t know how to love him“ aus „Jesus Christ, Superstar.“

Musical 35Danach wurde es voll, wild und rockig. Der Titelsong des Musicals durfte nicht fehlen. Yannis und Mihajlo machten flott klar, dass sie die Rockstars von morgen sind. Mit Sonnenbrille und Lederjacke heizten sie dem Publikum ordentlich ein. Die Singklassen 5c, 6a, 6b und 6c sangen und tanzten unterstützend mit, Herr Maurer bezog ersatzweise den Platz am Schlagzeug (nachdem tags zuvor Jan aus der 6a sich leider verletzt hatte), und das Publikum klatschte begeistert im Rhythmus mit, bevor sich alle eine Pause verdient hatten. An dieser Stelle ist wieder mal ein Dank an den Förderverein angebracht, der seit Jahren die Bewirtung der Gäste übernimmt. Und nicht nur das: Die Nähmaschine der Kostümbildner war ein Geschenk und kam für Tüllröcke, Katzenschwänzchen und vieles mehr eifrig zum Einsatz!

Als der Vorhang sich zum zweiten Teil öffnete, stand die Musical-Family mit Kerzen auf der Bühne. Andrew Lloyd Webbers einziges sakrales Werk, das Requiem, stand auch auf dem Programm. Vivien und Nena sangen „Pie Jesu“ im Duett, der Chor stimmte gegen Ende ein; eine der gesanglisch anspruchsvollsten Nummern des Abends, die mit Bravour gemeistert wurde!

Dann hieß es endlich „Bühne frei!“ für den Musical-Nachwuchs. Die Musical-Girls der Klassen 5 bis 7 präsentierten fünf Songs aus dem ersten Webber-Musical „Joseph and the amazing technicolor dreamcoat“. Angetan mit Bob-Perücken und ägyptisch anmutendem Schmuck, konnten die kleinen Akteure ihr Talent vor Musical 54passender Kulisse in Form eines beleuchteten Drehelements mit Pyramiden und Palme unter Beweis stellen.
Und selbstredend kam der dritte Gast des Abends ganz besonders gut an. „Haben Sie sich schon immer gefragt, wofür das „E“ in Jens E. Schmidt steht? Es steht für ELVIS!“, moderierte Barbara R. Grabowski ihren talentierten Kollegen an, der als Pharao eine fulminante Rock’n’Roll-Nummer beisteuerte, flankiert von kessen Cheerleadern. Sicherlich einer der Höhepunkte des Abends. Und bei „Any dream will do“ konnte man im ganzen Schulhaus Stimmen hören - dieses Lied ist einer der Lieblinge in den Singklassen, die von überall her mitsangen.

Schließlich eroberten die Katzen die Bühne, der man, mit einem sichtlich ramponierten, ehemals pinkem Cadillac, den Charme eines Hinterhofs verliehen hatte. Wild toupierte Haare, Katzenöhrchen und ein dezentes, aber wirkungsvolles Make-up rundeten die Leistung der Musical-Family ab. Und siehe da: Unser liebes Familienmitglied Christian erinnerte sich auch nach fünf Monaten in Kanada noch an alle Katzen-Choreographien - Chapeau!
Vivien besang den kriminellen Kater Macavity, Jill den Zauberer Mister Mistoffelees, und wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass Lillys Interpretation von „Memories“ das ein oder andere Tränchen in die Augen der Zuschauer zauberte. Den furiosen Abschluss des „Cats“-Blocks bildete der „Jellicle-Ball“, für dessen Choreographie wir Marie überaus dankbar sind! Da die Musical-Family bei diesem Song doch sehr mit Tanzen beschäftigt war, erhielt sie Unterstützung einiger Musical-Girls, die stimmsicher dieses textlastige und rhythmisch gar nicht einfache Stück vorführten.

Musical 67Bevor beim Finale nochmals alle Beteiligten des Abends auf die Bühne kamen, war es selbstredend Zeit für Danksagungen der Schulleitung und der „Musical-Chefin“. Insbesondere die Bühnenbildner von Hanna Kaag-Kagermann gilt es hier zu erwähnen, ebenso die Familie Sievers, die auf, hinter und vor der Bühne wieder alles gegeben hat, ob als Darstellerin (Alicia), Maskenbildner oder hinter der Filmkamera. Frau Gottstein und Felicity, die Querflöte spielten, wurden ebenso mit einem Sonderapplaus bedacht, wie die Gäste des Abends und Herr Fahle (Technik) und Herr Maurer (Technik und Schlagzeug). Eine besonders freudige Botschaft überbrachte Frau Helfenstein der Musical-Truppe: Der Musiksaal verfügt bald über eine Spiegelwand! Auch dafür ein herzliches Danke.

„Amigos para siempre“, eine Hymne, die Webber anlässlich der olympischen Spiele 1992 komponiert hatte, läutete diesen kurzweiligen Abend aus. Trotz vieler technischer Probleme handelten alle Darsteller getreu dem Motto „The show must go on“ und lieferte professionell das Programm ab, das in einem Schuljahr - zum Teil sogar in samstäglichen Proben“ - erarbeitet worden war. Ein großes Lob für so viel Engagement und Durchhaltevermögen. Der tosende Schlussapplaus zeigte klar auf, dass die Arbeit sich gelohnt hat!