Privatgymnasium St. Leon Rot
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I Rahmen und Anforderungen

Allgemeine Bestimmungen

Die GFS ist als ‚Gleichwertige Feststellung einer Schülerleistung‘ gleichwertig in den Anforderungen, dem Umfang und den Beurteilungskriterien mit einer Klassenarbeit. Sie dient der Schulung des eigenständigen Arbeitens, der Methoden- und Medienkompetenz. Die Gewichtung bei der Notengebung entspricht einer Klassenarbeit.
In der Unter- und Mittelstufe fertigt ein Schüler pro Schuljahr in Klasse 7 bis 10 eine GFS im Fach seiner Wahl an. Die GFS wird in unterschiedlichen Fächern je Schuljahr gehalten. In der Oberstufe werden in den 4 Halbjahren drei GFS gehalten. Die Fachlehrkraft muss bei der Präsentation der GFS anwesend sein.

Themenstellung

Die Fachlehrer/innen beraten bei der Themenwahl. Dabei müssen die Themen der GFS die Unterrichtsinhalte sinnvoll ergänzen. Wenn ein Schüler bis zu den Herbstferien kein GFS Thema abgesprochen hat, entscheidet der Klassenlehrer in Absprache mit den Fachlehrern, in welchem Fach eine GFS angefertigt wird.
Bei Bedarf führen die Fachlehrer/innen ein Beratungsgespräch, wenn der Schüler sich eingearbeitet hat. Hat der Schüler die schriftliche Ausarbeitung der GFS abgegeben, erfolgt keine weitere Beratung oder Rückmeldung vor der Präsentation (Ausnahme: schwere Betrugsfälle).

Hier findet ihr die Anforderungen der einzelnen Fächer:
Deutsch
Mathematik, Biologie, Physik, Chemie, Informatik
Englisch, Französisch, Spanisch
Latein
Geschichte
Geographie
Gemeinschaftskunde
Religion, Ethik, Philosophie
Psychologie
Musik
Kunst
Sport

Präsentation des Themas

Jede GFS muss präsentiert werden, jeder Präsentation muss ein Kolloquium durch den Lehrer folgen, das zum Ziel hat zu prüfen, inwiefern der Schüler die Themenstellung verstanden und durchdrungen hat. Präsentation und Kolloquium werden nicht rein additiv beurteilt, sondern ganzheitlich. Im Extremfall kann eine sehr gute auswendig gelernte Präsentation, wenn der Schüler Reproduktions- und Reorganisationsfragen nicht beantworten oder von ihm gebrauchte Fachbegriffe nicht definieren kann, mit mangelhaft oder ungenügend bewertet werden.

Beurteilungskriterien

In die Beurteilung fließen alle Teile der GFS in bestimmter Gewichtung ein (siehe Regelungen der Fachschaften). Die Gewichtung der Teile und die Beurteilung richten sich nach den stufenspezifischen Kriterien, die die Fachschaften für eine sehr gute, gute, befriedigende (etc.) Leistung festgelegt haben. Fehler bei formellen Aspekten oder bei verspäteter Abgabe führen zu Notenabzug!

Bei falscher Zitation gibt es Notenabzüge, bei Plagiaten („copy und paste“ von ganzen Abschnitten und Textpassagen ohne die Nennung der Quelle) wird die GFS mit 0 Punkten bewertet. Die Schüler/innen sollen in der Regel die verwendeten Quellen in eigenen Worten wiedergeben; wörtliche Zitate und die Übernahme von Textstellen sollten sparsam verwendet werden.

Regelungen bei Betrug oder Plagiat

Liegt ein Betrug/Plagiat vor, wird immer der Einzelfall geprüft. Ähnlich wie in der Oberstufe: ein Plagiat im schriftlichen Teil führt zu 0 NP/ ungenügend für die gesamte GFS; wird das Plagiat vorab durch die Lehrkraft erkannt, wird die GFS mit 0 Punkten bewertet, der Vortrag wird nicht mehr gehalten; stellt sich das Plagiat erst nach dem Vortrag heraus, wird die Leistung im Nachhinein ganzheitlich mit 0 Punkten bewertet.

Falsches oder nachlässiges Zitieren führt zum Abzug von Notenpunkten (in der Regel bis zu einer ganzen Note).

Hier findet ihr einen Zeitplan für eure GFS.

II Präsentation

Folgende Grundregeln sind beim Erstellen von PowerPoint-Präsentationen zu beachten:

  • 5x5 Regel beachten (große Schrift)
  • Heller Hintergrund und dunkle Schrift
  • Keine unnötigen Bilder & Animationen
  • Keine unverständlichen Grafiken
  • Rechtschreibung und Zeichensetzung beachten
  • Letzte Seite der Präsentation = Quellenverzeichnis > Internetquellen mit Datum

III Handout

Folgende Grundregeln sind beim Erstellen eines Handouts zu beachten:

  • Eine Din A4-Seite
  • Stichpunkte, kein Fließtext
  • Aufzählungszeichen verwenden
  • Das Handout soll den Vortrag stützen und die wichtigsten Punkte aufgreifen
  • Quellen angeben (die wichtigsten reichen aus)

Hier findet ihr ein Beispiel für ein Handout.

WICHTIG:

Bei einer GFS bestehend aus einer Präsentation und einem Handout muss die „Versicherung der selbstständigen Anfertigung“ ausgedruckt, unterschrieben und am Tag der GFS dem Fachlehrer abgegeben werden. Bei einer GFS mit zusätzlicher schriftlicher Ausarbeitung, stellt die Versicherung der selbstständigen Anfertigung die letzte Seite dar.

IV Schriftliche Ausarbeitung

Format                 

Din A4

Rand

oben, rechts und links: 2,5 cm; unten 2cm

Zeilenabstand

1,5 Zeilen

Schriftart, -größe

Times New Roman, 12 oder Arial, 11

Formatierung

Überschriften hervorheben (Schriftgröße max. 14, fett)

Blocksatz

Aufbau

1. Deckblatt

> Eigene Seite, ohne Seitenzahl (enspricht Seite 0)

> Inhalt: Name der Schule, des Schülers/ der Schülerin, Klasse, Fach, Fachlehrer/in, Thema der GFS (zentriert und hervorheben)

2. Inhaltsverzeichnis mit Nummerierung der einzelnen Kapitel und Unterkapitel

> Ebenfalls auf einer eigenen Seite ohne Seitenzahl und nicht als Unterpunkt in der Gliederung (Seite 1)

> Gliederung/ Nummerierung der einzelnen Punkte (Einleitung und Fazit nicht vergessen!)

3. Textteil (gegliedert, Einleitung und Fazit nicht vergessen)

> beginnt auf der Seite 2

4. Quellenverzeichnis (siehe unten)

> alphabetisch angeordnet, auch Internetquellen mit Datum

5. evtl. Anhang

6. Versicherung der selbstständigen Anfertigung

 

V Zitieren und Bibliographieren

Die folgenden Regeln gelten bei der Übernahme von Äußerungen oder Gedanken anderer Autoren, aber auch von Diagrammen, Statistiken und Bildern in die eigene Arbeit. Sie müssen als Fußnote nachgewiesen werden, da sie das Urheberschaftsgesetz (geistiges Eigentum) berühren.

Mögliche Zitierweisen:
Wenn Dir eine Textstelle aus einem Buch, Artikel oder von einer Internetseite wichtig erscheint und sie bei Deiner Arbeit eine zentrale Rolle spielt, solltest Du sie wörtlich zitieren (direktes Zitat). Um diese Übernahme zu kennzeichnen, setzt man sie in Anführungszeichen und gibt als Fußnote die genaue Fundstelle an. Man kann ganze Sätze, Satzteile oder einzelne Wörter zitieren. Kürzt man das Zitat ab, wird dies durch Auslassungspunkte […] gekennzeichnet. Auch grammatikalische Anpassungen werden durch die Ergänzung von Buchstaben in den eckigen Klammern gekennzeichnet (siehe unten).

Beim sinngemäßen Zitieren (indirektes Zitat) verweist man auf eine Textstelle, ohne sie wörtlich zu zitieren. Man gibt in eigenen Worten den Inhalt einer Textpassage wieder und gibt auch hier als Fußnote die Stelle an, auf die man sich bezieht. Gerade für längere Textpassagen ist dies sinnvoll.
Jedes Zitat sollte möglichst geschickt in den eigenen Text integriert werden.

„Der Müller bin ich"1 so lautet die Antwort des Meisters auf Kantorkas Wunsch ihn zu sprechen.

vorangestelltes wörtliches Zitat

Krabat erblickt am ersten Morgen in der Mühle „elf weiße Gestalten an seinem Lager"2, die ihn begrüßen.

eingebettetes wörtliches Zitat

Fontanes Roman beginnt mit der Beschreibung zweier Frauen, die in einer Kutsche sitzen: „Die links sitzende Dame von etwa dreißig […] war dann der anderen […] trotz ihrer hohen Fünfzig noch sehr gut aussehenden Dame beim Aussteigen behülflich"3

nachgestelltes wörtliches Zitat mit Auslassung

„Dhimma"4 lautet der Fachbegriff dafür.

Zitat eines einzelnen Wortes

Die Autorin beschreibt mit vielen anschaulichen Details einen Bühnenauftritt von Mihaly Csikszentmihalyi.5

sinngemäßes Zitieren: Die Fußnote beginnt mit Vgl. (Vergleiche)



1. Preußler, Otfried: Krabat. Dtv Verlagsgesellschaft: München, 13. Auflage 2016, S. 347.

2. Preußler, Otfried: Krabat. Dtv Verlagsgesellschaft: München, 13. Auflage 2016, S. 349.

3. Fontane, Theodor: Frau Jenny Treibel. Reclam: Stuttgart 1973.

4. Michalte-Leicht, Wolfgang u.a. (Hg.): Brennpunkte der Kirchengeschichte. Schöningh Schulbuch Verlag: Paderborn 2015, 228.

5. Vgl. Schäfer, Annette: Menschenbilder: 20 große Persönlichkeiten der Psychologie, ihr Leben, ihr Werk. Beltz: Weinheim 2010, 36.

 
Abbildungen

Häufig werden in einer GFS Abbildungen (Fotos, Statistiken, etc.) oder Tabellen verwendet, die aus einem Buch oder von einer Internetseite stammen. Jede dieser Abbildungen, die du in deiner GFS verwendest, erhält eine laufende Nummer, einen Titel und einen kurzen Hinweis auf die Quelle. Diese Quellen finden sich auch in Deinem Literatur- bzw. Quellenverzeichnis wieder.

Beispiel:

schreiben

 

 

 

 

Abb 1: GFS (<https://www.hws-albstadt.de/fach/gfs/gfs.htm>, 30.06.2017)

Bibliographieren

Die Erstellung eines Literatur- oder Quellenverzeichnisses nennt man Bibliographieren. In einem solches Verzeichnis gibst Du alle Quellen an, die Du zur Ausarbeitung Deiner GFS benutzt hast. Quellen werden in alphabetischer Reihenfolge nach den Nachnamen der Autoren angeordnet!

Je nach Art der Quelle gibt es unterschiedliche Formen des Bibliographierens:

  • Buch (Ganzschrift): ein Werk, das nur von einem Autor verfasst wurde.
    Nachame, Vorname: Titel. Verlag: Verlagsort Jahr.
    Beispiel: Bach, Adolf: Geschichte der deutschen Sprache. Quelle & Meyer: Heidelberg 1965.
  • Sammelband: mehrere Aufsätze werden in einem Buch zusammengefasst.

    Name, Vorname: „Titel“. In: Titel des Sammelbandes. Hg. v. Name der Herausgeber. Verlag: Verlagsort und Jahr, Seitenangabe des Artikels/Kapitels.
    Beispiel: Eysel, Ulf: „Sehen.“ In: Neuro- und Sinnesphysiologie. Hg. v. Robert F. Schmid und Hans-Georg Schaible. Springer: Berlin und Heidelberg 2000, 273-31.

  • Zeitschriftenaufsatz: Nachname, Vorname: „Titel des Artikels“. In: Titel der Zeitschrift und laufende Nummer, Seitenangabe des gesamten Artikels.
    Beispiel: Paulsen, Susanne: „Unser Herz – neue Einsicht in das Organ des Lebens.“ In: GEO 04/2006, 148-174.

  • Internetquelle: auf vertrauenswürdige Quellen achten.
    Link der Internetseite (Abrufdatum)
    > bei Videos inklusive Minutenangabe
    Beispiel: www.dge.de (29.05.2011)

 

Fußnoten

Der Aufbau von Fußnoten entspricht deren im Literaturverzeichnis. Wichtig aber ist, dass du in einer Fußnote die genaue Seitenzahl deines Zitats angibst.

Beispiel: Es war zunächst der Adel, der versuchte, „das Französische zu erlernen […].“1
Verwendest Du den gleichen Titel mehrmals, reicht es, bei späteren Fußnoten den Namen des Autors und die entsprechende Seitenzahl des Belegs zu nennen.
Beispiel: „Bis 1703 hatten sich 5690 französische Protestanten in Berlin niedergelassen und machten damit vielleicht ein Drittel der Bevölkerung dieser Stadt aus."2

Verwendest du die gleiche Internetquelle mehrmals, reicht es bei späteren Fußnoten "Ebd." (ebenda) zu verwenden.

Hast Du an alles gedacht? Drucke diese Checkliste aus, um deine Arbeit zu überprüfen!



[1] Wells, C.J.: Deutsch. Eine Sprachgeschichte bis 1945. Niemeyer: Tübingen 1990, 296.
[2] Wells, 288.